Über das Glück eine selbständige Cafebesucherin zu sein

Gerade sitze ich mit einer äußerst leckeren, großen Tasse Kaffee im Cafebereich vor einem Bio-Supermarkt.

Es ist ein Moment zwischen Arbeit, Familienleben und der Verabredung mit einer Freundin. Es war ein dicht gepackter Tag und ich gönne mir eine Zeit nur mit mir. Das könnte jetzt schon die heutige Glücksgeschichte sein, aber es kommt noch besser :-)

Da es 18.30 Uhr ist und wenige Menschen zu der Zeit hier sind (verstehe ich garnicht, es ist einer der vielleicht letzten wärmeren Tage in diesem Jahr und es tut mir gerade so gut... ;-)), kann ich mir von den drei Tischen denjenigen aussuchen, an dem ich am liebsten sitzen will.

Ich entscheide mich für den Tisch in der ruhigsten Lage, am weitesten vom Strom der Einkäufer entfernt. Auf diesem Tisch steht eine Blume in einem glänzenden, weißen Übertopf, ein voller Aschenbecher und an den Rand hat jemand die Blume des Nachbartisches abgestellt.

Automatischer Reflex ist, die Blume wieder auf den anderen Tisch zurückzustellen, um mir Platz zum Schreiben zu schaffen, mich hinzusetzen, meine Sachen herauszuholen, Kaffee zu trinken, zu rauchen und zu schreiben.

Doch dann stutze ich, spüre nach - und beginne mir meinen Tisch meinen inneren Wünschen entsprechend einzurichten!

Ich stelle die Blume mit dem weiß-glänzenden Übertopf auf den Nachbartisch und stelle stattdessen die am Rande stehende Blume in die Mitte meines Tisches, denn die steht in einem matt-grauen Steingutübertopf, den ich viel schöner finde. Ich schaue mich um und entdecke 5 Meter entfernt einen öffentlichen Mülleimer, zu dem ich hingehe und den vollen Aschenbecher ausleere.

Nun ist, meiner kleinen Initiative sei Dank, mein Cafetisch perfekt für meinen Aufenthalt eingerichtet - und ich eine glückliche Cafebesucherin. Wie einfach es manchmal sein kann... wenn der Fokus auf das eigene Glücksgefühl gerichtet ist ;-)

Angelika

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