Wie mich ein Schamgefühl überraschte und ich es nutzte, um alte Glaubenssätze abfliessen zu lassen

Plötzlich sind sie da: das Gefühl von Wertlosigkeit, Scham, Angst, vielleicht sogar Ekel.

Diese dich überrollenden Emotionen und die dazugehörigen Körperwahrnehmungen; das sich zusammenziehen, eng werden und die innere Dunkelheit.

Meist nehmen wir das so hin, versuchen irgendwie klar zu kommen, uns möglichst nichts anmerken zu lassen; es ist "normal" sich ungenügend zu fühlen, am eigenen Wert zu zweifeln oder eben nicht "perfekt" sein zu können.

Doch weißt du was?

Das ist Quatsch! :-)

Dein natürliches Wesen ist glücklich.

Du und ich und jeder andere ist jederzeit vollkommen. In jedem Moment. So wie wir sind.

Wir Menschen haben dies bloß vergessen im Laufe der Jahre, die wir bewertet wurden und in denen wir andere nach äußeren Kriterien einzuschätzen gelernt haben.

Das, was dich glücklich macht, ist das, was deinem natürlichen Wesen entspricht und dich zur Entfaltung deines vollen Potenzials führen will.

Alles andere sind angenommene Zweifel und die gefühlte Ablehnung deiner Person.

Aber das bist nicht DU.

Und da es nicht zu dir gehört, kannst du es gehen lassen! :-)

Ich erzähle dir ein ganz aktuelles eigenes Beispiel:

Heute begegnete mir die Frage, was es in mir auslösen würde, über mein Business-Angebot zu sprechen. Ich fühlte mich in die Situation hinein und die erste Reaktion war: 

Freude!

Ich liebe, was ich tue. Es ist einfach fantastisch, was sich im Leben verändert, wenn man dem eigenen inneren Glückszeiger folgt! Es gibt für mich nichts Schöneres, als dazu beizutragen, dass mehr Menschen glücklich leben und die Welt dadurch friedlicher wird.

Doch plötzlich kroch Scham hinauf.

Und ich fühlte, wie mein Körper sich klein machte - als ich gedanklich bei der Bezahlung meiner Arbeit angekommen war.

Ganz ehrlich: ich war echt erstaunt, dass mich diese Scham noch immer begleitete. Ich wusste, dass ich mich ihr ganz öffnen wollte.

Da gerade meine Kinder mit mir waren, verabredete ich mich mit mir selbst für später in einem stillen Moment.

 

Ich habe mich mit dem Thema finanzieller Erfolg bereits auf verschiedenste Arten beschäftigt und wusste auch, dass dies als Thema bei mehreren Familienmitgliedern auftritt, insbesondere der weiblichen Linie.

Aber ich weiß auch: egal von wann, woher, von wem: ich habe jederzeit die Möglichkeit mich jetzt selbst zu heilen, denn mein innerstes Wesen ist heil.

 

Schon bald darauf waren die Jungs so selbst beschäftigt, dass ich mich zurückziehen konnte.

Ich fühlte erneut in die Situation hinein und ließ der Scham freien Lauf. Drückte sie nicht weg, hielt sie nicht klein, sondern ließ mich ganz von ihr einnehmen und war gespannt, was kommen würde. Was ich dahinter sehen (ein altes Erlebnis?), fühlen (nachkommende gedeckelte Emotionen?), erkennen (!) würde.

Und ich war erstaunt, denn ich hörte so viele Sätze...

Einer nach dem anderen stieg in mir auf: "Das kannst du doch nicht machen!", "Spinnst du?!", "Das ist doch lächerlich!", "Ausgerechnet eine wie du...!", "Wie stellst du dir das denn vor!", "Was soll denn daraus schon werden...!"

Ich war in dem vollen Bewusstsein, dass mein innerstes Selbst glücklich ist (ja, es hilft natürlich, dazu bereits Erfahrungen gemacht zu haben!) und hörte einfach hin. Spürte, wie diese Worte mich bedrängt, ich mich von ihnen hatte einfangen lassen. Wie sie mich berührt hatten. Wie sie sich aus mir lösten und abflossen.

Keiner dieser beengenden Sätze stammt ursprünglich von mir oder gehört zu meinem Wesen. Ich glaubte ihnen schlicht nicht mehr!

Und das ist das fantastische: wenn du einmal dein inneres Licht kennen gelernt hast, kannst du nach und nach gehen lassen, was sich an verdunkelnden Schichten um dieses helle Licht angesammelt hatte.

Du brauchst den Mut, dich bewusst all jenem hinzugeben, was dich an Schatten begleitet. Und die Hingabe ans Leben, das Bewusstsein, dass alles seine Berechtigung hat.

Du kannst dich nicht beweisen, dich nicht rechtfertigen, kannst nichts aus deinem Leben drängen, was dich beengt.

Je mehr du versuchst, deine Selbstzweifel aus deinem Leben zu verbannen, umso mehr klammern sie sich an dir fest.

Jedes Mal, wenn du den Impuls verspürst, dich zu rechtfertigen, steckt eine Emotion dahinter wie Scham, Angst oder auch Wut.

Du brauchst dich niemals zu rechtfertigen - dein Recht ist fertig.

Höre hin, wenn du dich das nächste Mal jemandem unbedingt erklären willst. Und warum. Und nimm dir dann Zeit, um dich von der dahinterliegenden Emotion ganz durchdringen zu lassen.

Nicht, um ins Drama einzusteigen (dich als Opfer, Schuldiger oder sonstwas zu denken), sondern mit wachem Interesse für das Lebendigkeit, die in dieser Emotion steckt. Für dich, denn du wirst dir begegnen.

Einen anderen Blogartikel, in dem ich beschreibe, wie ich durch die Welle der Emotionen getaucht bin, findest du hier:

Wie du Konkurrenzdruck und Versagensangst nutzen kannst, um authentisch und selbstsicher zu werden

Und wie fühle ich mich jetzt, wenn ich über mein Angebot spreche?

Ich lächele. Ich spüre, wie ich aus dem inneren Zustand des Kleinhalten heraus in meine wahre Größe wachse.

Das, was ich zu geben habe, kann vielleicht genau dir helfen, dein helles Licht zu finden und in die Welt zu tragen.

Wow!

Weißt du was? Guck doch einfach mal bei den Online-Kursen oder dem Coaching-Programm, was ich dir anbiete. Ich freue mich auf dich!

Glückliche Grüße,

Angelika

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Kommentare: 1
  • #1

    Xandra (Dienstag, 19 Dezember 2017 18:54)

    Sehr gut geschrieben und nun freue ich mich auf meine nächste unangenehme Emotion ;)